Rezension zu „Elihu; Hinterlassene Aufzeichnungen aus der Ewigkeit“
von Wolfgang Wallner F.,ISBN 3-902159-13-8 http://elihu.wolfgangwallnerf.com

Wolfgang PETER

Forum für Anthroposophie, Waldorfpädagogik und Goetheanistische Naturwissenschaft
http://www.anthroposophie.net

Lieber Herr Wolfgang Wallner F.,

endlich habe ich Ihr Buch gelesen - und mit großer Freude und Begeisterung gelesen. Ich will hier gar nicht viele Worte machen; Sie finden meine Rezension, wie ich sie in den nächsten Tagen auf meiner Webseite veröffentlichen werde, beiliegend als WORD-Dokument.
Jedenfalls hat mich Ihr Buch sehr beeindruckt, und ganz besonders die menschliche und künstlerische Gesinnung, die dahinter steht. Ich wünsche Ihrem Buch viel Erfolg! Mit lieben Grüßen und den besten Wünschen für das Neue Jahr

Wolfgang Peter

 

Lieber Herr Wallner,
Ihr Buch hat mich wirklich sehr beeindruckt und ich denke, dass das anderen Lesern auch so gehen wird. Ich hoffe, dass meine Rezension ein ganz klein wenig mit dazu beiträgt, Ihr Buch bekannt zu machen. Gerne dürfen Sie meine Rezension auf Ihrer Webseite oder auch anderweitig verwenden. Über einen Link auf meine Webseite freue ich mich natürlich und selbstverständlich können Sie dafür mein Logo benutzen. Ein Bild von mir sende ich Ihnen beiliegend.
Viel Erfolg für Sie und Ihr Buch und

Liebe Grüße

Wolfgang Peter


Elihu – Hinterlassene Aufzeichnungen aus der Ewigkeit
von Wolfgang Wallner F. ist ein ungewöhnliches, vielschichtiges und sehr einfühlsam geschriebenes Buch, das sich lichtvoll aus dem Durchschnitt der Neuerscheinungen heraushebt. Berührend und mit viel Herzenswärme geschrieben entfaltet sich die Rahmenhandlung:

Martin erleidet auf der Fahrt zur Arbeit einen schweren Autounfall und liegt seit dem im Koma. Die Ärzte können seiner Gattin Jemima nur wenig Hoffnung auf Genesung machen. Martin, in jenem kaum fassbaren Zustand zwischen Leben und Tod schwebend, tritt indessen mit seinem Bewusstsein eine seltsame Reise an, die ihn zurückführt in vergangene Erdenleben, ihm wohl auch den prophetischen Vorblick auf künftige Existenzen eröffnet. Elihu – ER ist mein Gott – wie er sich nun nennen muss, begegnet dabei in immer neuen Konstellationen seiner Gattin Jemima, mit der ihn eine Zeit und Raum übergreifende Liebe verbindet.

Tiefe Fragen über den Urgrund der menschlichen Existenz drängen sich Elihu auf. Wie darf er sich als abgesondertes individuelles Einzelwesen begreifen und doch zugleich untrennbar mit dem Ganzen der Welt verbunden sein? Geschickt streut der Autor immer wieder Zwischenbemerkungen und Erläuterungen ein, die um diese Fragen kreisen. Das sind niemals bloß gelehrte Abhandlungen, sondern man spürt mit jeder Zeile das eigenständige, ganz persönliche Ringen des Autors. Diese Passagen sind nicht immer leicht zu lesen - aber das ist gut so. Sie laden zum meditativen Verweilen ein, zum eigenständigen Weiterdenken dessen, was hier oft nur kurz angeschlagen wird. Wolfgang Wallner F. baut die Brücke zwischen religiösen Anschauungen und dem Weltbild der modernen Physik, die, von vielen immer noch unbemerkt, der klassisch materialistischen Weltsicht, die nur die gegenständliche Realität gelten lässt, längst den Boden entzogen und den Weg zu einer viel geistigeren Auffassung der Wirklichkeit gebahnt hat. Hier wie dort verschwimmen die absoluten Grenzen zwischen dem Teil und dem Ganzen, und ehe man sich versieht, ist man selbst Teil des Geschehens oder besser, eins mit ihm, und immer mehr stellt sich die Frage: wer ist Elihu wirklich? Martin, der Autor, oder vielleicht doch der Leser selbst?

So wie diese Frage in der Schwebe bleiben darf, so auch das Ende der Rahmenhandlung selbst. Tatsächlich findet die Geschichte keinen eindeutigen Schluss, sondern es werden dem Leser zwei Möglichkeiten angeboten – und das ist ein besonders tief berührender Zug dieses mehr als lesenswerten Buches: In der einen Variante überlebt Martin, weil seine Gattin unerschütterlich an ihren Hoffnungen auf Genesung festhält. Im andern Fall stirbt Martin, weil auch die Hoffnung in Jemima erstorben ist. Die Begegnung mit einem alten Mann, den sie vor dem Krankenhaus trifft, macht den feinen Unterschied. Einmal stärkt diese Begegnung Jemimas Vertrauen in die Zukunft, das andere Mal nicht. Leben wir nicht alle, ohne dass es uns bewusst wird, beständig in einem reichen Feld von Möglichkeiten? Und hängt es nicht immer an einem seidenen Faden, welche sich davon als unser Schicksal verwirklicht?

Am Ende des Buches finden sich noch einige bemerkenswerte Gedanken zur Gegenwartskunst. Kunst, so führt der Autor aus, muss heute die Schattenseiten des Daseins und des menschlichen Wesens ins klare Licht des Bewusstseins rücken – und das geschieht auch heute zur Genüge -, doch sie muss auch die unerschöpflich lichtvollen Seiten hervorkehren und dem Menschen das Vertrauen in die in ihm veranlagte Göttlichkeit zurückgeben, die ihrer Verwirklichung harrt – und davon findet man herzlich wenig in der Gegenwartsliteratur. Wolfgang Wallner bleibt dieser Gesinnung jederzeit getreu – und das macht Elihu zu einer wahrhaft lichtvollen Erzählung, zu einem Buch, dem ich viele, viele begeisterte Leser wünsche.

Wolfgang PETER